Fleischwolf zerlegt

Handbetriebener Fleischwolf, zerlegt.
Von links:
Befestigungsschraube
Kurbel
Gehäuse mit Einfülltrichter und Zwinge
Förderschnecke
Messerscheibe
Lochscheibe
Befestigungsring

Fleischwolf, der – sagt der Duden

Gerät, das Fleisch (3) o. Ä. mithilfe eines sich drehenden Flügelmessers zerkleinert und durch eine Lochscheibe presst, sodass eine weiche Masse entsteht; Kurzform: Wolf (2a)

Herkunft: nach der Vorstellung des reißenden, gierig fressenden Tieres

Wie alles begann

Gerade in früheren Zeiten war es wichtig alles vom Tier zu verwerten, auch weniger nahrhafte Teile wie Sehnen oder Innereien. Dazu wurden z.B. spitze, scharfe Steine verwendet.
Später wurde dann das Wiegemesser entwickelt. Sie bestehen aus einer gebogenen Klinge (oder auch zwei parallel miteinander verbundenen) von etwa 15 bis 20 Zentimetern Länge mit senkrecht stehenden Griffen an beiden Enden.
Ein Wiegemesser wird beidhändig gehalten, und die Zutaten werden auf einem Brett mit wiegenden Bewegungen zerkleinert.
Heute werden Wiegemesser meist nur noch zum Zerkleinern von Kräutern und Ähnlichem verwendet, sonst sind sie im Haushalt weitgehend von Maschinen wie dem Fleischwolf, dem Pürierstab oder der Universalküchenmaschine verdrängt worden.


Sehr große Wiegemesser, die von zwei Personen bedient werden, heißen Wiege. An ihre Stelle ist der Kutter getreten.


Der Fleischwolf selbst wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts vermutlich von dem deutschen Erfinder Karl Drais, dem Erfinder der Draisine (Urfahrrad) erfunden.
Die grob zerkleinerten Lebensmittel werden in einen Einfülltrichter gegeben und gelangen auf eine waagerechte, von einer Handkurbel oder einem Elektromotor angetriebene Förderschnecke, die sie auch quetscht und teilweise vermengt. Am Ende der Schnecke befindet sich im einfachsten Fall eine fest mit ihrer Achse verbundene und daher ebenfalls rotierende Messerscheibe unmittelbar vor einer feststehenden Lochscheibe, aus der die dann – je nach Größe der Löcher – mehr oder weniger fein zerkleinerte Masse austritt.

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